Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Bettwanzen
Bettwanzen sind eine sehr resistente Plage. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit ist es oftmals schwierig die Schädlingen ohne einen Experten restlos zu entfernen. Bei der Bekämpfung von Bettwanzen muss sehr systematisch vorgegangen werden, da ansonsten der Befall schnell in andere Räume verteilt wird. Auch bei der Auswahl der Bekämpfungsmittel ist Vorsicht geboten. Herkömmliche Insektensprays vertreiben die Bettwanzen anstatt sie zu tilgen. Je nach Befallssituation kommen unterschiedliche Methoden und Mittel zum Einsatz – der Fachmann kann hier effektiver eingreifen, was Zeit und Geld spart.

Bettwanzen Stiche

Was sind Bettwanzen und wie sehen sie aus?
Die typische Bettwanze (Cimex lectularius) ist etwa 5-9 mm lang, abhängig davon, wie viel Blut sie gesaugt hat. Im blutleeren Zustand ist ihr Hinterteil breit und halbkreisrund, während er im blutvollen Zustand langgezogen und zapfenförmig wirkt. Auf der Körperunterseite finden wir den Saugrüssel des Schädlings, mit dem dieser uns das Blut aussaugt.
Die Weibchen legen täglich 2-3 Eier, so dass schon nach wenigen Wochen aus vereinzelten Tieren ein Gruppenbefall geworden ist. Bettwanzen finden sich übrigens nicht nur auf der Bettmatratze, sondern auch an unterschiedlichsten Verstecken im ganzen Haus.
Die meisten werden auf Bettwanzen aufmerksam, sobald die ersten Hautreaktionen aufgetaucht sind. Diese sind eine Folge des Blutsaugens. Allerdings gibt es auch andere Ursachen, die ähnliche Hautreaktionen hervorrufen können, wie etwa Milben und Allergien.
Monitoring gegen Bettwanzen
Der Fachmann setzt auf unterschiedliche Methoden, um Bettwanzen zu identifizieren:
Sichtkontrolle: Das geschulte Auge erkennt einen Befall meist sehr schnell und sucht gezielt an den üblichen Stellen für Verstecke im Haus.
Monitore: Es gibt aktive und passive Möglichkeiten einen Befall zu Überwachen. Es werden CO2, aber auch Wärme und Lockstoffe eingesetzt.
Interzeptoren: Spezielle Monitore mit Schutzfunktion.
Spürhunde: Speziell dafür ausgebildete Spürhunde finden mit ihrer feinen Nase auch versteckte Bettwanzen – eine sehr effektive Methode um insbesondere Unterkünfte mit vielen Zimmern (Hotels, Pensionen, Jugendherbergen usw.) abzusuchen.
Bettwanzen bekämpfen
Wie bereits angesprochen kommen bei der Bekämpfung von Bettwanzen unterschiedliche Methoden und Mittel zum Einsatz. In jedem Falle sollten jedoch befallene Textilien gereinigt werden – folgende Optionen sind dabei empfehlenswert:
- Waschmaschine mit Waschmittel bei mindestens 60°C für 30 Minuten (3 kg Wäsche)
- Wäschetrockner bei 40 – 45 °C für 30 Minuten (3 kg Wäsche)
- Tieffrieren für 10 Stunden, inkl. Abkühlphase (3 kg Wäsche)
- Trockenreinigung mit Perchlorethylen

Ich habe einen Bettwanzenbefall – was nun?
- Tragen Sie möglichst keine Gegenstände aus dem befallenen Raum in andere Räume: Verschleppungsgefahr
- Kleidungsstücke waschen bzw. tieffrieren
- Matratzen und Teppiche gründlich saugen – vergessen sie die Nähte, Ritzen etc. nicht
- Bauen Sie Steckdosen aus und entfernen Sie die Leisten
- Denken Sie auch an weniger offensichtliche Verstecke der Wanzen: Türrahmen, Wecker, Telefone, Computer, Bücher …
- Nach einem Aufenthalt in einem befallenen Hotel sollten Sie bei der Heimkehr das Gepäck in der Badewanne auspacken, auch die Kleidung sollte in der Badewanne abgelegt werden


FAQ zu Bettwanzen
Was sind Bettwanzen überhaupt?
Bettwanzen sind kleine, nachtaktive Parasiten, die sich vom Blut von Menschen und Tieren ernähren. Sie verstecken sich tagsüber in Matratzen, Ritzen, Möbeln oder hinter Tapeten.
Wie erkenne ich Bettwanzen?
Typische Anzeichen sind:
• Kleine, juckende Stiche (oft in Reihen oder Gruppen)
• Dunkle Kotspuren auf Matratzen oder Bettwäsche
• Häutungsreste oder kleine Eier
• Süßlich-muffiger Geruch bei starkem BefallSind Bettwanzen gefährlich?
Bettwanzen übertragen in der Regel keine Krankheiten, können aber:
• starken Juckreiz verursachen
• allergische Reaktionen auslösen
• zu Schlafproblemen und Stress führenWie kommen Bettwanzen in meine Wohnung?
Häufige Ursachen:
• Reisen (Hotel, Ferienwohnung)
• Gebrauchte Möbel oder Kleidung
• Besucher oder Nachbarn (z. B. in Mehrfamilienhäusern)Wo verstecken sich Bettwanzen?
Typische Verstecke:
• Matratzen und Bettgestelle
• Sofas und Polstermöbel
• Fußleisten, Steckdosen, Ritzen
• Koffer und KleidungKann ich Bettwanzen selbst bekämpfen?
Kurz gesagt: schwierig und oft nicht nachhaltig.
Hausmittel helfen meist nicht zuverlässig. Ohne professionelle Behandlung breiten sich Bettwanzen schnell weiter aus.Was hilft wirklich gegen Bettwanzen?
Effektive Maßnahmen sind:
• Professionelle Schädlingsbekämpfung
• Kombination aus Hitze- und/oder chemischer Behandlung
• Gründliche Reinigung und NachkontrolleWie kann ich Bettwanzen vorbeugen?
• Koffer nach Reisen kontrollieren
• Kleidung bei ≥ 60 °C waschen
• Keine gebrauchten Möbel ungeprüft übernehmen
• Matratzen und Schlafbereiche regelmäßig checkenWann sollte ich einen Profi rufen?
Sobald du Anzeichen bemerkst.
Je früher gehandelt wird, desto einfacher und günstiger ist die Bekämpfung.
Kontaktiere jetzt Wespina für eine kostenloses Angebot.
Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.