Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Hausbock (hylotrupes bajulus)

Aussehen

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein braunschwarzer bis schwarzer Käfer mit auffallend langen Fühlern (s. Abb. 1). Die Männchen können maximal 16 und die Weibchen sogar bis zu 21 mm lang werden. Die weißlichen Larven fressen Gänge in Nadelholz und werden bis zu 25 mm lang (s. Abb. 2). Ist Holz mit dem Hausbock befallen so findet man das feine Fraßmehl, das die Larven produzieren, oft auf dem Fußboden. Die fertigen Käfer verlassen die Fraßgänge der Larven durch ovale Ausfluglöcher, die eine Größe von 3 x 7 (10) mm haben können.

Lebensweise

Die Käfer schlüpfen im Hochsommer und leben nur 3 bis 4 Wochen. Direkt nach der Begattung legt das Weibchen bis zu 1.000 Eier in Rissen und Spalten von totem (auch verbautem!) Nadelholz ab. Die Larven fressen immer größere Gänge durch das Holz – Larven, die kurz vor der Verpuppung stehen, können Fraßgänge von bis zu 12 mm Durchmesser hinterlassen. Gut zu hören sind dann meist auch die Fraßgeräusche der Larven. Die Entwicklung bis zum Käfer dauert sehr lange. Ist der Nährstoffgehalt des befallenen Holzes gering, so können von der Eiablage bis zum Schlupf der Käfer bis zu 10 Jahre vergehen.

Abbildung 1: Der Hausbock ist ein gefürchteter Holzschädling

Vorkommen

Der Hausbock ist in ganz Deutschland verbreitet. Natürlicherweise lebt diese Käferart in Nadelwäldern. Leider befallen die Käfer aber auch verbautes Holz und treten regelmäßig im Dachgebälk von Häusern auf.

Abbildung 2: Die weißlichen Larven werden bis zu 25 mm lang

FAQ zum Hausbock

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.