Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Hausmarder (martes fiona)

Aussehen

Der Hausmarder (Martes foina) oder auch Steinmarder genannt, gehört zur Gruppe der Raubtiere, was man leicht an seinem Gebiss mit den langen Eckzähnen erkennen kann. Die Fellfärbung des Hausmarders ist graubraun. Auffällig ist ein weißer, meist gegabelter Kehlfleck. Männchen werden mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 52 cm und einem Gewicht zwischen einem und zwei Kilogramm etwas größer und auch schwerer als die Weibchen, die eine Kopfrumpflänge von 37 bis 48 cm und ein Gewicht von 700 bis 1.700 g erreichen. Der buschig behaarte Schwanz der Tiere ist ungefähr halb so lang wie der restliche Körper.

Lebensweise

Hausmarder sind sehr anpassungsfähig und gelten als typische Kulturfolger. Selbst Großstädte bieten den nachtaktiven Mardern einen idealen Lebensraum. Sie bewohnen aber auch landwirtschaftlich genutzte Gegenden und Wälder. Die Tiere fressen Mäuse, Singvögel, Eier, Insekten, Obst und Getreide. Im Lauf des Jahres kann der Anteil von pflanzlicher und tierischer Nahrung stark schwanken. Meist werden zwischen Anfang März und Ende April durchschnittlich drei Jungtiere geboren. Das Weibchen säugt die Jungen 8 bis 10 Wochen lang. Im Alter von knapp einem halben Jahr verlassen die Jungen das Revier ihrer Mutter. Hausmarder sind fast ausschließlich nachtaktiv. Tagsüber schlafen die Tiere unter anderem in Reisighaufen, Brennholzstößen, Dachböden, Scheunen oder Gartenhütten. Sie besetzen stabile Reviere mit festgelegten Grenzen.

Abbildung 1: Hausmarder sind in Städten und Dörfern sehr häufig

Vorkommen

Die Art ist von der Iberischen Halbinsel im Westen bis nach Ostasien verbreitet. In Deutschland kommt der Hausmarder flächendeckend vor. Besonders häufig sind die Tiere in Städten und Dörfern.

Abbildung 2: Dieser Hausmarder hat sich in einer Astgabel verfangen

FAQ zum Hausmarder

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.