Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
Unser Schädlings-Wiki bietet Ihnen umfangreiche Informationen zu Schädlingen, Definitionen zu Fachwörtern und Beiträge zu wichtigen Themen in der Schädlingsbekämpfung.

Heimchen (ACHETA DOMESTICUS)

Aussehen

Heimchen (Acheta domesticus) werden auch als Hausgrillen bezeichnet und sehen den im Freiland lebenden Feldgrillen zum Verwechseln ähnlich. Die bräunlich gefärbten Tiere können knapp drei Zentimeter lang werden. Wie bei allen Grillenarten sind die Hinterbeine deutlich länger und kräftiger als die beiden ersten Beinpaare. Nur die weiblichen Individuen besitzen eine Legeröhre, mit der sie ihre Eier in den feuchten Boden ablegen. Diese Legeröhre kann bis zu 15 Millimeter lang werden. Die Antennen sind ungefähr so lang wie der restliche Körper.

Lebensweise

Heimchen legen bis zu 800 Eier in feuchter Erde ab, wobei die bereits angesprochene Legeröhre zum Einsatz kommt. Die Eientwicklung dauert acht bis zwölf Wochen. Zur weiteren Entwicklung benötigen die frisch geschlüpften Larven je nach Temperatur zehn bis 35 Wochen. Heimchen sind nachtaktiv und fressen vor allem Pflanzenmaterial. Männchen locken paarungswillige Weibchen mit Hilfe von zirpenden Geräuschen an.

Abbildung 1: Nur die weiblichen Heimchen besitzen eine Legeröhre

Vorkommen

Diese Grillenart ist vermutlich weltweit verbreitet. Da die Tiere sehr wärmebedürftig sind nimmt man an, dass sie ursprünglich aus Kleinasien oder dem Mittelmeerraum stammen und von hier aus vom Menschen mit dem internationalen Warenverkehr verbreitet wurden. In Mitteleuropa lebt diese Grillenart sehr häufig in Bäckereien oder zoologischen Gärten.

Abbildung 2: Männliche Tiere locken die Weibchen durch zirpende Laute an

FAQ zum Heimchen

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.