Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Holzbock (IXODES RICINUS)

Aussehen

Der Holzbock (Ixodes ricinus) besitzt 8 Beine und gehört in die Gruppe der Zecken. Die Tiere sind gelblichbraun, rotbraun oder graubraun gefärbt und können, wenn sie sich mit Blut vollgesaugt haben, bis zu 14 mm lang werden. Die Männchen bleiben mit 2,5 mm deutlich kleiner als die Weibchen, die normalerweise rund 4 mm lang werden. Die Mundwerkzeuge der Holzböcke haben Ähnlichkeiten mit einem Sägeblatt und sind darauf spezialisiert die Haut ihrer Opfer zu durchdringen

Lebensweise

Holzböcke sind blutsaugende Parasiten, die auf Gräsern und Sträuchern sitzen und warten, bis ein möglicher Wirt vorbeikommt. Sie erkennen ihre Wirte am Geruch und reagieren auch auf Erschütterungsreize. Sie bohren sich stets an weichen Stellen in die Haut ein und beginnen damit Blut zu saugen. Holzböcke saugen sich über mehrere Tage an ihrem Opfer fest und lassen sich anschließend zu Boden fallen. Nach einer
ausgiebigen Mahlzeit können die Weibchen bis zu 3.000 Eier ablegen. Während die Larven des Holzbocks meist Reptilien und Vögel befallen, saugen die ausgewachsenen Tiere hauptsächlich an Säugetieren Blut.

Abbildung 1: Holzböcke besitzen wie alle Zecken acht Beine

Vorkommen

Der Holzbock ist eine einheimische Zeckenart und lebt zum Beispiel auf Wiesen, in Hecken oder auch in Wäldern. Auch in Gärten kommen diese Parasiten häufig vor. In den letzten Jahren hat die Zahl der Holzböcke stark zugenommen, da sie nicht durch strenge Winter dezimiert wurden. In der Regel sitzen die Tiere auf Gräsern oder niedrigem Gebüsch und lauern auf ihre Opfer.

Abbildung 2: Die Mundwerkzeuge des Holzbocks von unten betrachtet

FAQ zum Holzbock

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.