Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Mehlkäfer (TENEBRIO MOLITOR)

Aussehen

Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) ist dunkel gefärbt und wird rund zwei Zentimeter groß. Ein charakteristisches Merkmal ist eine vorspringende Wulst an den Kopfseiten, die an eine Augenbraue erinnert. Allerdings ist dieses Merkmal nur unter dem Mikroskop eindeutig zu sehen weshalb man die Bestimmung am besten einem Fachmann überlassen sollte. Die Larven des Mehlkäfers werden als Mehlwürmer bezeichnet, obwohl sie als Insektenlarven natürlich nicht zur Gruppe der Würmer gehören. Sie sind deutlich heller gefärbt als die ausgewachsenen Insekten und besitzen einen runden, langgestreckten Körperbau.

Lebensweise

Der Mehlkäfer ist in Mitteleuropa auch im Freiland zu finden, wo die Art zum Beispiel in Vogelnestern oder Totholz vorkommt. In erster Linie tritt diese Käferart aber als Schädling an Getreideprodukten wie Mehl oder Weizenkleie auf. Der Entwicklungszyklus dauert bis zu zwei Jahre. Käfer und Larven können trockene Bedingungen sehr gut tolerieren.

Abbildung 1: Mehlkäfer werden rund zwei Zentimeter groß

Vorkommen

Es handelt sich um eine einheimische Käferart, die im Freiland oft in Vogelnestern oder in Totholz zu finden ist. Sehr häufig findet man die Käfer in Dachstühlen die von Tauben besiedelt werden, in Mühlen oder in Getreidelägern. Vermutlich ist die Art mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet, da sie mit Getreidelieferungen unabsichtlich verschleppt wurde. Auch ihre Verwendung als Futtertiere für verschiedene Reptilienarten hat sicherlich zu ihrer Ausbreitung beigetragen.

Abbildung 2: Die Larven werden als Mehlwürmer bezeichnet

FAQ zum Mehlkäfer

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.