SCHÄDLING-WIKI

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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ORIENTALISCHE SCHABE (BLATTA ORIENTALIS)

Aussehen

Die Orientalische Schabe (Blatta orientalis) ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Weibchen erreichen eine Größe von bis zu 3 cm. Männchen werden maximal 2,5 cm lang. Weibchen besitzen nur noch winzige Flügelreste. Bei den Männchen bedecken die Flügel immerhin noch 2 Drittel des Hinterleibs (s. Abb. 1). Aufgrund dieser verkümmerten Flügel kann man die Orientalische Schaben gut von der Amerikanischen Schabe, der Deutschen Schabe oder der Braunbandschabe zu unterscheiden. Alle diese Arten haben nämlich, im Gegensatz zur Orientalischen Schabe, vollständig entwickelte Flügel.

Abbildung 1: Ein Männchen der Orientalischen Schabe Ein Weibchen der Orientalischen Schabe mit einer sog. Eikapsel

Lebensweise

Diese Schädlinge halten sich besonders gern in feuchtwarmen Bereichen auf. Tagsüber verstecken sie sich z. B. in der Kanalisation oder hinter kaputten Fliesen. Häufig findet man sehr viele Tiere aller Altersklassen in einem solchen Versteck. Nachts werden die Tiere aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Die Lebenserwartung dieser Insekten ist relativ lang und kann bis zu 2 Jahre betragen. In dieser Zeit kann ein einzelnes Weibchen knapp 200 Eier produzieren. Die Eier werden in einer sehr harten Eikapsel abgelegt, in der sie hervorragend gegen äußere Einwirkungen geschützt sind (s. Abb. 2).

Vorkommen

Wie viele andere Schädlingsarten ist auch die Orientalische Schabe weltweit verbreitet. Da die Tiere ursprünglich aus tropischen Regionen stammen, findet man sie vor allem dort, wo feuchtwarme Bedingungen herrschen, wie z. B. in Tropenhäusern von botanischen oder zoologischen Gärten oder in Schwimmbädern. Da die Tiere im Vergleich zu anderen Schabenarten relativ schlecht klettern können, liegen ihre Verstecke meist im Bodenbereich, in schadhaftem Mauerwerk, hinter kaputten Fliesen, Wandverkleidungen, Türzargen, Scheuerleisten, in Leitungsschächten oder Abwasserleitungen.

Abbildung 2: Ein Weibchen der Orientalischen Schabe mit einer sog. Eikapsel

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich kaum vor einem Befall mit Schaben schützen. Immer wieder kommt es vor, dass man sich diese Tiere mit gebrauchten Elektrogeräten oder mit befallenen Nahrungsmitteln ins Haus holt. Auch aus einem Urlaub am Mittelmeer oder in den Tropen werden die Tiere häufig unbemerkt eingeschleppt. In großen Wohnanlagen können sich die Tiere über Versorgungsschächte von einer Wohnung zur nächsten ausbreiten. Hier helfen nur systematische Bekämpfungsmaßnahmen um diese Schädlinge wieder los zu werden. Nur wenn im gesamten Gebäude über mehrere Monate hinweg eine professionelle Schabenbekämpfung durchgeführt wird, kann der Befall wieder beseitigt werden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Orientalische Schaben, die oft auch Küchenschaben genannt werden, können zahlreiche Infektionskrankheiten übertragen. Man hat z. B. festgestellt, dass Bakterien über viele Stunden hinweg am Körper der Schädlinge haften bleiben können. Krankheitserreger werden auch über den Kot ausgeschieden. Weniger bekannt ist, dass der Kot dieser Hygieneschädlinge Allergien auslösen kann

Wie kann man die Orientalische Schabe am besten in Haus und Wohnung bekämpfen?

Zur Schabenbekämpfung wird eine Vielzahl von Fraßködern und Insektensprays angeboten. Da es recht schwierig ist, einen Schabenbefall vollständig zu beseitigen sollte man einen professionellen Schädlingsbekämpfer mit den Bekämpfungsmaßnahmen beauftragen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen,
die einem Berufsverban angehören, wissen genau welche Methoden und Präparate im jeweiligen Einzelfall geeignet sind und kennen sich auch mit den rechtlichen Aspekten der Schädlingsbekämpfung bestens aus.

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.

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