Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Rossameise (camponotus ligniperda)

Aussehen

Es handelt sich bei der Rossameise (Camponotus ligniperda) um die größte einheimische Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden über einen Zentimeter groß. Die Königinnen können sogar fast zwei Zentimeter erreichen. Allein ihre Größe macht sie unverwechselbar. Während Kopf und Hinterleib schwarz gefärbt sind, erscheint der mittlere Körperabschnitt rötlich (siehe Abbildung 1). Rossameisen gehören zu den sog. Schuppenameisen – zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib liegt ein schuppenförmiges Verbindungsglied.

Lebensweise

Diese Ameisenart legt ihre Nester häufig in alten und morschen Baumstubben an. Dabei werden Gänge und Brutkammern in das Holz genagt. Ein Teil des Nestes wird auch im Boden angelegt. Jede Kolonie kann eine oder mehrere Königinnen enthalten. Die Arbeiterinnen sammeln Honigtau, lecken Pflanzensäfte auf und erbeuten Insekten. Die Ameisen sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, äußerst wehrhaft und aggressiv. Männchen und Weibchen schwärmen Anfang Mai bis Ende Juni in den Nachmittag- und Abendstunden bei Temperaturen von mehr als 20°C.

Vorkommen

Die Rossameise ist eine einheimische Art. Sie kommt in ganz Deutschland vor. Rossameisen leben überall dort, wo es Laubgehölze gibt – in Laubwäldern, Mischwäldern, Parks oder Gärten. Auch in Häusern nistet sich diese Ameisenart regelmäßig ein.

Abbildung 2: Eine Rossameisenarbeiterin putzt sich

FAQ zur Rossameise

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.