Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Schmetterlingsmücken (psychodidae)

Aussehen

Schmetterlingsmücken (Psychodidae), auch Schmetterlingsfliege genannt, sind sehr kleine, dunkel gefärbte Mücken. Da sie einen mehr oder weniger herzförmigen Körperumriss haben, werden diese Insekten oft auch als Herzmücken bezeichnet. Schaut man sich die Tiere unter dem Mikroskop an so fällt auf, dass die Flügel dieser Insekten stark behaart sind (s. Abb. 1). Weitere Bezeichnungen für diese Mücken sind Gullymücke oder Abortfliege da sich die Larven in Gullys Bodenabläufen oder organischen Klärschlämmen entwickeln.

Lebensweise

Schmetterlingsmücken sind relativ schlechte Flieger. Werden sie aufgescheucht, so fliegen sie meist nur ein sehr kurzes Stück, bevor sie sich wieder irgendwo hinsetzen. Man findet die Tiere in Gebäuden immer in unmittelbarer Nähe von Gullys oder Bodenabläufen. Hier sitzen die Insekten oftmals in großen Mengen an den Wänden. Sie legen ihre Eier in verdreckten Gullys ab. Hier entwickeln sich ihre Larven, die ganz ähnlich aussehen wie die Larven von Stechmücken. In Gebäuden können sich Schmetterlingsmücken das ganze Jahr über fortpflanzen.

Abbildung 1: Schmetterlingsmücken sind kleine, flugfaule,
schmetterlingsähnliche Mücken

Vorkommen

Schmetterlingsmücken sind weltweit verbreitet. Sie treten oft in Massen in Gebäuden auf, wenn Gullys oder Bodenabläufe nicht regelmäßig gründlich gereinigt werden. Die Larven entwickeln sich in verdreckten Gullys. Die erwachsenen Schmetterlingsmücken findet man stets in unmittelbarer Nähe der Gullys wo sie typischerweise an den Wänden sitzen.

Abbildung 2: Schmetterlingsmücken entwickeln sich in verschmutzten Bodenabläufen

FAQ zur Schmetterlingsmücke

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.