SCHÄDLING-WIKI

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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TEPPICHKÄFER (ANTHRENUS SCROPHULARIAE)

Aussehen

Der Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae) ist ein recht kleiner Käfer mit ovalem Körperumriss. Die Tiere werden ca. 3 bis 4 mm lang. Typisch ist ein rot gefärbter Bereich entlang der Flügelnaht – also an der Stelle, an der die beiden Flügel aneinander stoßen. Die Flügeldecken sind bis auf 3 helle, wellenförmige Querbinden überwiegend dunkel gefärbt. Die Larven werden bis zu 5 mm lang und sind stark behaart.

Abbildung 1: Teppichkäfer sind Textilschädlinge

Lebensweise

Der Teppichkäfer lebt überwiegend in Häusern. Oft kommt er auch in Vogelnestern vor. Die frisch geschlüpften Käfer werden von Licht angezogen. Sie fressen Pollen und Nektar an Blüten und paaren sich hier auch. Eier legen die Käfer in den Monaten Mai und Juni ab. Kurz nach der Eiablage sterben sie. Die Larven leben sehr versteckt und fressen zum Beispiel an Wollteppichen oder Wolltextilien. Bis sich die Larven verpuppen, können mehrere Monate vergehen. Die Käfer schlüpfen ausschließlich im Frühjahr.

Vorkommen

Der Teppichkäfer ist eine einheimische Art und lebt sowohl in Gebäuden als auch im Freiland. In Wohnungen findet man die lichtscheuen Larven häufig zwischen Dielenritzen von Fußböden. Hier fressen sie Haare, die sich zwischen den Dielenritzen gesammelt haben. Auch unter Wollteppichen, in Kleiderschränken oder in Wäschetruhen kann man die Larven finden. Die Käfer fallen dagegen besonders häufig auf, wenn sie an den Fensterscheiben oder auf der Fensterbank sitzen.

Abbildung 2: Die Larven des Wollkrautblütenkäfers (hier abgebildet) ähneln den Larven des Teppichkäfers

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Da die Käfer im Frühjahr von außen ins Haus kommen, kann man sich vor einem Befall kaum schützen. Finden die Käfer im Haus Wollprodukte an denen sie ihre Eier ablegen können, so können sich die Larven hier meist auch entwickeln. Um einen Befall mit dem Teppichkäfer nicht zu begünstigen, sollten zum Beispiel Dielenritzen gründlich ausgesaugt werden, damit sich hier keine Haare ansammeln können, von denen sich die Larven ernähren. Wollteppiche und Wolltextilien sollten regelmäßig auf einen Befall mit diesen Textilschädlingen abgesucht werden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Teppichkäfer sind Textilschädlinge und Hygieneschädlinge. Ähnlich wie Kleidermotten können die Larven Löcher in Wolltextilien oder Wollteppiche fressen. Die Pfeilhaare können allergische Reaktionen der Haut oder auch der Atemwege hervorrufen. Bohren sich die Haare in die Haut ein, so bilden sich bei empfindlichen Personen juckende Quaddeln wie nach einem Mückenstich.

Wie kann man Teppichkäfer am besten in Haus und Wohnung bekämpfen?

Wenn Sie vermuten, dass in Ihrer Wohnung Teppichkäfer leben, so sollten Sie die Käfer von einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen bestimmen lassen, das einem Berufsverband angehört. Hier kann man diese Käfer von anderen, ähnlich aussehenden Arten unterscheiden und Sie über Möglichkeiten einer Bekämpfung informieren. Die Profis helfen Ihnen die Ursache für den Befall zu finden und wissen genau wie man diese Schädlinge am besten bekämpft.

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.

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