SCHÄDLING-WIKI

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EICHEN-PROZESSIONSSPINNER BREITET SICH WEITER IM MÜNSTERLAND AUS

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners sind für gesunde Bäume eher unproblematisch, jedoch sind sie für Menschen gefährlich. Experten erwarten, dass sich der Schädling auch in diesem Jahr weiter im Münsterland und ganz NRW ausbreitet.

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners sind für gesunde Bäume eher unproblematisch, jedoch sind sie für Menschen gefährlich. Experten erwarten, dass sich der Schädling auch in diesem Jahr weiter im Münsterland und ganz NRW ausbreitet.

Mitte Mai haben die Raupen in diesem Jahr begonnen Brennhaare zu bilden, die vom Wind Hunderte Meter weit durch die Luft getragen werden können. Wenn die winzigen Härchen (Länge etwa 0,2 mm, Durchmesser 0,005mm) mit der menschlichen Haut in Berührung kommen, verursachen sie rote, juckende Pusteln. Beim Einatmen sind Atemwegsbeschwerden möglich.

Der Schädling verbreitet sich vor allem im Münsterland, am Niederrhein und zunehmend auch im Rheinland. Wo es letztes Jahr bereits einen Befall gab, wird er dieses Jahr wahrscheinlich noch schlimmer.

Eichenprozessionsspinner entfernen in betroffenen Städten im Münsterland wie zum Beispiel Münster, Hamm, Ahlen, Warendorf, Beckum, Ennigerloh, Senden, Ascheberg, Sendenhorst, Telgte, Steinfurt, Lüdinghausen und viele weitere.

Ein Nest mit Eichen-Prozessionsspinnern hängt an einem Baum
Raupen des Eichenprozessionsspinner auf dem Nest
Ein Nest des Eichenprozessionsspinners an einem Baumstamm
Nester des Eichen-Prozessionsspinners werden mit Hilfe eines Steigers entfernt

Kammerjäger rufen

Man sollte kein Risiko an Stellen eingehen, an denen es zu Berührung zwischen Mensch und Raupe kommen könnte. Denn: Der direkte Kontakt der Nesselhaare des Eichenprozessionsspinners löst beim Menschen eine starke allergische Reaktion aus. Verantwortlich ist dafür das Nesselgift in den sehr feinen Brennhaaren. Experten warnen davor, die weißen spinnennetzartigen Gespinste selbst zu entfernen und empfehlen, umgehend den Kammerjäger zu rufen.

Tipps zur Ersten Hilfe

Abstand halten zu Eichen, in denen die Tiere ihre Nester gebaut haben. Besonders beliebt sind bei den haarigen Insekten freistehende Eichen sowie Eichen, die in der Sonne stehen.

Bei Kontakt mit den Brennhaaren möglichst bald duschen gehen, die Kleidung im freien ausziehen und bei mindestens 60 Grad waschen. Geht das nicht, sollte man betroffene Hautstellen zumindest mit kühlem Wasser waschen und trocken tupfen. Durch rubbeln können die giftigen Härchen noch tiefer in die Haut eindringen.

  • Bei allergischen Reaktionen -> Arzt aufsuchen
  • Bei Atemnot -> Rettungsdienst alarmieren

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