Öffnet in einem neuen Tab
Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
Unser Schädlings-Wiki bietet Ihnen umfangreiche Informationen zu Schädlingen, Definitionen zu Fachwörtern und Beiträge zu wichtigen Themen in der Schädlingsbekämpfung.

Hausmaus (mus musculus)

Die Hausmaus (Mus musculus) findet in Gebäuden Nahrung, Wärme und geschützte Verstecke. Häufig wird sie erst durch Kot, angenagte Verpackungen oder Geräusche in Hohlräumen bemerkt. Hausmäuse können Vorräte verunreinigen und Leitungen beschädigen. Wer sie dauerhaft loswerden möchte, muss neben den Tieren auch ihre Zugänge, Nahrungsquellen und Nistplätze berücksichtigen.

Hausmaus im Überblick

Merkmal Details
Wissenschaftlicher Name Mus musculus
Körperlänge Meist etwa 7–10 cm, ohne Schwanz
Schwanz Ungefähr körperlang
Aussehen Graubraunes Fell, spitze Schnauze, vergleichsweise große Ohren
Aktivität Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
Typische Fundorte Küchen, Vorratsräume, Keller und Gebäudehohlräume
Befallsspuren Kleine dunkle Kotpellets, Nagespuren, Nistmaterial

Woran erkennt man einen Mäusebefall?

Kontrollieren Sie geschützte Bereiche entlang von Wänden, hinter Schränken und unter Küchenmöbeln. Auffällig sind angefressene Lebensmittelverpackungen, kleine Kotpellets und zernagtes Papier oder Dämmmaterial. Geräusche in einer Zwischendecke können zu Mäusen passen, beweisen aber die Tierart nicht.

Kot allein ist ebenfalls keine sichere Bestimmungshilfe. Andere Kleinsäuger hinterlassen ähnliche Spuren. Fotografieren Sie Funde, notieren Sie die betroffenen Räume und lassen Sie die Art im Zweifel bestimmen. Eine Wanderratte ist deutlich größer und erfordert eine entsprechend angepasste Vorgehensweise.

Lebensweise und Wege ins Gebäude

Hausmäuse nutzen enge Spalten, offene Türen und ungesicherte Leitungsdurchführungen. Sie können klettern und sich in Wand- und Deckenhohlräumen bewegen. In warmen Gebäuden mit ausreichender Nahrung ist Fortpflanzung über das ganze Jahr möglich.

Die Tiere fressen unter anderem Getreideprodukte, Samen, Tierfutter und Speisereste. Schon kleine, regelmäßig verfügbare Futterquellen können eine Ansiedlung begünstigen. Ein Befall ist deshalb kein verlässliches Urteil über die allgemeine Sauberkeit einer Wohnung; auch bauliche Zugänge und benachbarte Bereiche spielen eine Rolle.

Was tun gegen Hausmäuse?

  1. Lebensmittel sichern: Vorräte und Tierfutter in festen, dicht schließenden Behältern lagern.
  2. Spuren erfassen: Fundorte dokumentieren und angrenzende Räume prüfen.
  3. Zugänge untersuchen: Türspalten, Rohrdurchführungen und beschädigte Lüftungsgitter kontrollieren.
  4. Gezielt bekämpfen: Geeignete Fallen geschützt und nach Gebrauchsanweisung einsetzen; regelmäßig kontrollieren.
  5. Erfolg nachprüfen: Neue Kot- oder Nagespuren erfassen und die Abdichtung mit der Bekämpfung abstimmen.

Giftköder sind keine unbedenkliche Standardlösung. Zulässige Anwendung und erforderliche Sachkunde hängen vom Produkt ab. Das Umweltbundesamt informiert über Rodentizide und ihre Risiken für Menschen, Haustiere und Wildtiere.

Häufige Fragen zur Hausmaus

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.

Darum ist wespina die beste Wahl