Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Mehlmilbe (ACARUS SIRO)

Aussehen

Die Mehlmilbe (Acarus siro) gehört wie alle Milben in die Gruppe der Spinnentiere. Im Gegensatz zu Insekten, die nur 6 Beine besitzen, haben Mehlmilben und andere Arten aus der Gruppe der Spinnentiere 8 Beine. Diese winzigen Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und werden nur rund einen halben Millimeter lang. Der Körper der Tiere ist fast durchsichtig. Am Hinterende besitzen sie 2 Paar recht lange Schwanzhaare. Dieses Merkmal ist allerdings nur unter dem Mikroskop zu sehen.

Lebensweise

Mehlmilben können sich bei Temperaturen von 10 bis 35°C entwickeln. Bei 10 bis 15°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Milbe fast einen ganzen Monat. Bei 20 bis 22°C ist die Entwicklung bereits nach 14 bis 20 Tagen abgeschlossen. Da die Tiere eine sehr dünne Körperoberfläche haben, trocknen sie bei trockenen Bedingungen sehr schnell aus und sterben ab. Um zu überleben und sich fortzupflanzen sind Mehlmilben auf eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 % angewiesen. Noch wichtiger für diese Vorratsschädlinge ist aber, dass die Feuchtigkeit der befallenen Vorräte bei mindestens 14 % liegen muss.

Abbildung 1: Vorratsschädliche Milben sind mit bloßem Auge kaum zu sehen

Vorkommen

Mehlmilben sind weltweit verbreitet und treten vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika als Vorratsschädlinge auf. Häufig kommen diese vorratsschädlichen Milben in Getreidelagern, Getreidesilos, Mühlen und Bäckereien vor. Von hier aus gelangen die Milben mit befallenen Nahrungsmitteln auch in Privathaushalte.

Abbildung 2: Vorratsschädliche Milben können sich explosionsartig vermehren

FAQ zur Mehlmilbe

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.