Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Mehlmotte (EPHESTIA KUEHNIELLA)

Aussehen

Die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) gehört zur Gruppe der Lebensmittelmotten. Die kleinen Falter erreichen eine Länge von 14 mm. Die Tiere sind anhand ihrer Färbung relativ leicht zu identifizieren. Die Vorderflügel sind blau- bis silbriggrau gefärbt und weisen neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch eine Reihe dunkler Punkte am Flügelsaum auf (s. Abbildung 1). In Ruhestellung legt der Falter seine Vorderflügel
dachartig über die Hinterflügel. Die Fühler sind etwa halb so lang wie der Körper und zeigen meist in Richtung des Hinterleibes. Die Raupen entwickeln sich z. B. in Mehl oder Weizenkleie und produzieren hier feste Gespinste aus Spinnfäden (s. Abb. 2).

Lebensweise

Die Weibchen können bis zu 500 Eier ablegen. Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Falter beträgt bei einer Temperatur von 20°C 2 bis 3 Monate. Bei höheren Temperaturen können sich diese Vorratsschädlinge auch schneller entwickeln. Kurz vor der Verpuppung wandern die Larven umher und suchen nach einem Platz an dem sie sich verpuppen können. Die Umwandlung von der Raupe zum Falter vollzieht sich dann in einem dicht gesponnenen Kokon.

Abbildung 1: Mehlmotten treten häufig in Bäckereien und Mühlen auf

Vorkommen

Ursprünglich stammt die Mehlmotte vermutlich aus Mittelamerika. Mittlerweile hat sich die Art durch den Handel mit Mehl und Getreide weltweit ausgebreitet. Regelmäßig findet man die Tiere in Bäckereien und Getreidemühlen. Mit Mehl, in dem sich Eier oder Raupen befinden, kann man sich diese Schädlinge auch in den eigenen Haushalt holen. Im Sommer können die Falter der Mehlmotte auch in die Wohnung fliegen.

Abbildung 2: Nahrungsmittel werden durch die Spinnfäden der Larven verunreinigt

FAQ zur Mehlmotte

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.