Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
Unser Schädlings-Wiki bietet Ihnen umfangreiche Informationen zu Schädlingen, Definitionen zu Fachwörtern und Beiträge zu wichtigen Themen in der Schädlingsbekämpfung.

Rotbrauner Reismehlkäfer (tribolium castaneum)

Aussehen

Wie der Name schon andeutet, sind Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum) rotbraun gefärbt. Die Käfer haben eine länglich-schmale Körperform und erreichen eine Körperlänge von 3 bis 4 mm (s. Abb. 1). Wenn man sich die Tiere unter dem Mikroskop anschaut, fällt auf, dass die letzten 3 Glieder der Fühler deutlich vergrößert sind. Ganz typisch für diese Käfer sind die Kriechspuren, die sie in Mehl hinterlassen (s. Abb. 2).

Lebensweise

Die Käfer fliegen gut und können sich daher vor allem im Sommer auch aktiv verbreiten. Die Lebensdauer der Käfer beträgt bis zu einem Jahr. In dieser Zeit legt das Weibchen insgesamt bis zu 1.000 Eier ab. Bei warmen und feuchten Bedingungen dauert die komplette Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nur rund einen Monat. In erster Linie entwickeln sich diese Käfer in Mehl, aber auch in geschrotetem Getreide und anderen pflanzlichen Produkten.

Abbildung 1:Rotbraune Reismehlkäfer sind Vorratsschädlinge

Vorkommen

Der Rotbraune Reismehlkäfer ist einer der wichtigsten Vorratsschädlinge. Die Art lebt weltweit in tropischen und subtropischen Regionen und wird von hier mit Nahrungsmittel-Importen (vor allem mit Reislieferungen) immer wieder auch nach Mitteleuropa eingeschleppt. Aufgrund ihrer tropischen Herkunft kommt diese Reismehlkäferart bei uns vor allem in Bäckereien und Mühlen vor. Von hier aus können die Tiere in den Handel und somit auch zum Endverbraucher gelangen.

Abbildung 2: Spuren von Reismehlkäfern in Mehl

FAQ zum rotbraunen Reismehlkäfer

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.