Schädlings-Wiki

Schädlingssteckbriefe, Fachwörter und wichtige Themen rund um die Schädlingsbekämpfung.
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Wollkrautblütenkäfer (anthrenus verbasci)

Aussehen

Der Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci) ist ein kleiner, bunter Käfer mit einem fast rundlichen Körper, der bis zu 3 mm lang wird. Wenn man sich die Käfer genauer betrachtet fällt auf, dass die Rückenseite dicht mit verschiedenfarbigen Schuppen besetzt ist. Auf den Flügeldecken befinden sich 3 weiße, wellenförmige Querbinden (s. Abb. 1). Die Larven haben am ganzen Körper verschieden lange Borsten und Borstenbüschel. Am Hinterende der Larven sitzen sog. „Pfeilhaare“, die mit Widerhaken besetzt sind (s. Abb. 2).

Lebensweise

Diese Käferart lebt häufig in Wohnungen, Lagern, Teppichhäusern oder Museen und entwickelt sich innerhalb eines knappen Jahres vom Ei bis zum Käfer. Die Käfer selbst leben nur rund 2 Wochen und werden von Licht angezogen. Da sie gut fliegen können, kommen sie leicht durch geöffnete Fenster ins Haus. Die Eier werden in der Regel Ende Mai bis Anfang Juni abgelegt. Die Larven leben sehr versteckt und verkriechen sich gerne hinter Schränken oder in Dielenritzen. Sie können sich von Keratin ernähren, einem Stoff, der unter anderem in Haaren und Federn enthalten ist.

Vorkommen

Der Wollkrautblütenkäfer kommt bei uns vermutlich in den meisten Häusern und Wohnungen vor. Aber auch in Lagerhallen, Bürogebäuden oder Betrieben findet man diese Käfer regelmäßig. Es handelt sich um eine einheimische Art, die auch im Freiland häufig ist. Die sehr aktiven Käfer findet man in den Monaten April und Mai häufig am Fenster oder auf der Fensterbank, da sie von Licht angezogen werden.

Abbildung 2: Der Körper der Larven ist mit unterschiedlich langen Borsten besetzt

FAQ zum Wollkrautblütenkäfer

Bei diesem Schädlingssteckbrief handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände: Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS), Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. (DSV) und Schädlingsbekämpfer-Verband Sachsen (SVS). Text und Fotos von Dr. Martin Felke.